Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen

Hessische Biografie

Portrait

Hl. Godehard
(960–1038)

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Godehard, Hl. [ID = 9916]

* 960 Reichersdorf (Bayern), † 5.5.1038 Mauritiusstift bei Hildesheim, Begräbnisort: Eingeweide: Mauritiusstift bei Hildesheim Mauritiuskapelle; Körper: Hildesheim Dom, Krypta, katholisch
Mönch, Propst, Prior, Schulrektor, Abt, Bischof
Andere Namen | Wirken | Familie | Nachweise | Zitierweise | Leben
Andere Namen

Weitere Namen:

  • Godehardus
  • Gotehardus
  • Gothardus
  • Gotthard
  • Gotthardt
  • Niederaltaich, Propst Godehard
  • Niederaltaich, Abt Godehard
  • Tegernsee, Abt Godehard
  • Hersfeld, Abt Godehard
  • Kremsmünster, Abt Godehard
  • Hildesheim, Bischof Godehard
Wirken

Werdegang:

  • 960: Geburt angeblich im niederbayerischen Reichersdorf als wohl unfreier Sohn des Ratmund
  • um 970: Schon in jungen Jahren Aufnahme Godehards in das besagte Stift Niederaltaich, in dessen Stiftsschule er nun seine grundlegende Ausbildung und Erziehung erhielt.
  • etwa 977-980: Godehard verbrachte drei Lehrjahre im Gefolge und am Hof des Erzbischofs Friedrich I. von Salzburg.
  • 984: Godehard wurde angeblich bereits Propst des Kollegiatstifts Niederaltaich.
  • 990: Godehard wurde Mönch im neuen Kloster Niederaltaich.
  • um 991: Bald danach stieg er zum Prior und Schulrektor auf.
  • 993: Godehard empfing die Priesterweihe.
  • 27.12.997: Godehard wurde zum Abt von Niederaltaich gewählt.
  • 1001: Herzog Heinrich beauftragte Abt Godehard parallel zur Leitung von Niederaltaich mit der gorzischen Reform des Benediktinerklosters Tegernsee in Oberbayern.
  • 15./16.7.1005: Tod des Hersfelder Abtes Bernhar, worauf Godehard vom König unter Zustimmung des Mainzer Erzbischofs Willigis zum Nachfolger eingesetzt wurde.
  • 1007: Da in Hersfeld wohl schon die ärgsten Reformanstrengungen hinter Godehard lagen, unterstellte ihm Heinrich II. neben dieser Abtei und Niederaltaich noch die Abtei Kremsmünster in Oberösterreich, welche er nun ebenfalls reformieren sollte.
  • 1012: Godehard übergab nach 7 Jahren die Leitung der reformierten Abtei Hersfeld mit Zustimmung des Königs an seinen gestrengen Schüler und Propst Arnold. Im gleichen Jahr endete auch sein 5-jähriges Abbatiat in Kremsmünster, wo ihm Abt Sigmar folgte. Nun kehrte Godehard in seine ja nicht aufgegebene Heimatabtei Niederaltaich zurück.
  • 30.11.1022: Godehard wurde auf Wunsch Heinrichs II. zum Bischof von Hildesheim gewählt, worauf er die Leitung seiner Heimatabtei Niederaltaich nach 25 Jahren aufgab.
  • 2. Dezember 1022: Godehard erhielt seine Bischofsweihe in der Pfalzkapelle in Grona bei Göttingen durch Erzbischof Aribo von Mainz.
  • 1022-1038: Als Bischof setzte Godehard das Aufbauwerk seines berühmten Vorgängers Bernward in der Pflege kirchlicher Kunst und der Förderung des Kirchenbaus fort.
  • 5.5.1038: Bischof Godehard starb mit 77/78 Jahren im von ihm gegründeten Mauritiusstift westlich bei Hildesheim.
  • In der Folge bestattete man seine Eingeweide in der dortigen Mauritiuskapelle, während Godehards Körper seine letzte Ruhe in der Krypta des Hildesheimer Domes fand.

Funktion:

  • Niederaltaich, Propst, 0984-
  • Niederaltaich, Prior, um 0991-0997
  • Niederaltaich, Schulrektor, um 0991-0997
  • Niederaltaich, Abt, 0997-1022
  • Tegernsee, Abt, 1001-1002 (14 Monate)
  • Hersfeld, Abt, 1005-1012
  • Kremsmünster, Abt, 1007-1012
  • Hildesheim, Bischof, 1022-1038

Netzwerk:

Lebensorte:

  • Reichersdorf (Bayern); Niederaltaich; Salzburg; Tegernsee; Hersfeld, heute Bad Hersfeld; Kremsmünster (Österreich); Hildesheim
Familie

Vater:

Ratmund, Dienstmann des Stifts Niederaltaich, später Wirtschaftsverwalter (Hauptverwalter, Propst) des Stifts

Verwandte:

  • Ratmund <Neffe>, im Kloster Hersfeld Schüler des Gelehrten Albwin, dann Abt von Niederaltaich (1027-1049)
Nachweise

Quellen:

Literatur:

Bildquelle:

Hildesia (Wikimedia Commons: St. Godehard (Hildesheim), Statue von Bischof Godehard mit dem Hildesheimer Marienreliquiar, ca. 1450, Ausschnitt, leicht aufgehellt)

Zitierweise
„Godehard, Hl.“, in: Hessische Biografie <http://www.lagis-hessen.de/pnd/118695630> (Stand: 17.11.2016)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde