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Hessische Biografie

Börne, Ludwig [ID = 4882]

* 6.5.1786 Frankfurt am Main jüdisches Ghetto, † 12.2.1837 Paris, Begräbnisort: Paris Père Lachaise, jüdisch; evangelisch
Dr. phil. – Journalist, Literaturkritiker, Theaterkritiker, Schriftsteller
Andere Namen | Wirken | Familie | Nachweise | Leben | Zitierweise
Andere Namen

Weitere Namen:

  • Baruch, Juda Löb
  • Börne, Carl Ludwig
Wirken

Werdegang:

  • 1802 Studium der Medizin in Berlin, Affäre mit Henriette Herz
  • Fortsetzung des Studiums in Halle, Abbruch des Studiums
  • Gymnasium, Schuldenmachen, 1807 Streit mit dem Vater
  • Jura-Studium in Heidelberg, 1808 in Gießen
  • durch seinen früheren Internats-Lehrer Crome in Gießen zum Doktor der Philosophie ohne Prüfung promoviert
  • 19.7.1808 Aufnahme in die Loge Zur aufgehenden Morgenröthe in Frankfurt am Main
  • 1811 Polizeiaktuar in Frankfurt am Main, 1815 wegen seines Judentums entlassen
  • 1816 Bekanntschaft mit Jeanette Wohl
  • 5.6.1818 evangelisch getauft, Annahme des Namens Ludwig Börne
  • Publizist, Journalist mit zahlreichen Reisen
  • 1830 Übersiedlung nach Paris
  • 1993 Einsetzung des Ludwig-Börne-Preises für Publizistik
Familie

Vater:

Baruch, Löb Jakob, 1763-1827, Sohn des Hoffaktors Simon Baruch, † 1802

Mutter:

Gumperz, Julie, Tochter des Abraham Salomon Gumperz, † 1805, Bankier „im Rost“ zu Frankfurt am Main

Nachweise

Literatur:

  • ADB 3, 1876, S. 164-173 (Moritz Carrière);
  • NDB 2, 1955, S. 404-406 (Fritz Martini);
  • Heinrich Heine, Ludwig Börne. Eine Denkschrift. [Bad Schwartau], 2006;
  • Marek Jakubów, "Maskenfreiheit des Scherzes". Ludwig Börnes satirische Gesellschaftskritik. Lublin, 2005;
  • Rachid L'Aoufir, Ludwig Börne (1786 - 1837). Un Parisien pas comme les autres. Paris, 2004;
  • Inge Rippmann, "Freiheit ist das Schönste und Höchste in Leben und Kunst". Ludwig Börne zwischen Literatur und Politik. Bielefeld, 2004;
  • Frank Stern (Hrsg.), Ludwig Börne. Deutscher, Jude, Demkorakt. Berlin 2003;
  • Helmut Bock, Ludwig Börne. Vom Gettojuden zum Nationalschriftsteller, Berlin 1962

Bildquelle:

Die großen Frankfurter, S. 127; Gemälde von Moritz Daniel Oppenheim, 1833.

Zitierweise
„Börne, Ludwig“, in: Hessische Biografie <http://www.lagis-hessen.de/pnd/118512749> (Stand: 11.11.2015)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde