Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen

Historisches Ortslexikon

Heuchelheim

Ortsteil · 178 m über NN
Gemeinde Elbtal, Landkreis Limburg-Weilburg 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

Heuchelheim liegt 14 km nordwestlich von Limburg.

Lage und Verkehrslage:

Heuchelheim liegt 5 km nordöstlich von Hadamar an der B 54 und der L 3048.

Ersterwähnung:

772

Historische Namensformen:

  • Vchilheim, in (772) [2. Hälfte XII Jh., Codex Laureshamensis III, Nr. 3170 = 3686dd]
  • Huichelum (1616) (Kupferstichkarte von Nassau)

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3433105, 5595871
UTM: 32 U 433057 5594073
WGS84: 50.49480179° N, 8.056187655° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

533005040

Flächennutzungsstatistik:

  • 1885 hatte die Gemarkung des Dorfes eine Größe von 118 ha, wovon 77 ha als Ackerland, 23 ha als Wiese und 3 ha als Holzung genutzt wurden. In dem Ort gab es zu diesem Zeitpunkt 31 Wohngebäude.

Einwohnerstatistik:

  • 1679: 5 Familien
  • 1834: 130 Einw.
  • 1840: 133 Einw.
  • 1846: 155 Einw.
  • 1852: 162 Einw.
  • 1858: 191 Einw.
  • 1864: 188 Einw.
  • 1871: 177 Einw.
  • 1875: 181 Einw.
  • 1885: 184 Einw.
  • 1895: 185 Einw.
  • 1905: 185 Einw.
  • 1910: 194 Einw.
  • 1925: 219 Einw.
  • 1939: 166 Einw.
  • 1946: 223 Einw.
  • 1950: 222 Einw.
  • 1956: 217 Einw.
  • 1961: 202 Einw.
  • 1967: 208 Einw.
  • 1970: 208 Einw.
  • 1987: 235 Einw.
  • 1991: 274 Einw.

Diagramme:

Heuchelheim: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 772: Lahngau (in pago Logenehe)
  • Früh- und Hochmittelalter: Zent Bleseberg (Frickhofen) bzw. die Vier Zehnten (Elsoff, Frickhofen, Lahr und Niederzeuzheim)
  • 1787: Fürstentum Hadamar, Amt Hadamar
  • 1806: Großherzogtum Berg, Amt Hadamar, Kirchspiel Zeuzheim
  • 1816: Herzogtum Nassau, Amt Hadamar
  • 1849: Herzogtum Nassau, Verwaltungsbezirk IV
  • 1867: Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Oberlahnkreis
  • 1886: Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Kreis Limburg
  • 1945: Groß-Hessen, Kreis Limburg
  • 1946: Bundesland Hessen, Kreis Limburg
  • 1974: Landkreis Limburg-Weilburg

Altkreis:

Limburg

Gericht:

  • Im Früh- und Hochmittelalter zur Herrschaft Ellar gehörig.
  • 1743 zum Amt Hadamar gehörig.
  • 1885 zum Amts- und Landgericht Limburg a. d. Lahn gehörig.

Herrschaft:

Im Früh- und Hochmittelalter: Herrschaft Ellar

Bis 1137: Grafschaft Diez

Von 1337 bis 1362: Grafschaft Nassau-Hadamar

1362-1367: wieder Grafschaft Diez

1367-1405: als Teil der Vier Zehnten (Elsoff, Frickhofen, Lahr und Niederzeuzheim) Teil der Grafschaft Katzenelnbogen

1405-1479: befinden sich die Vier Zehnten zu 1/3 im Besitz von Nassau-Dillenburg und 2/3 im Besitz der Grafschaft Katzenelnbogen

1479-1534: gehören die Zehnten 2/3 der Landgrafschaft Hessen und 1/3 den Grafen von Nassau-Dillenburg

1534-1557: besitzen die Landgrafschaft Hessen, die Grafen von Nassau-Dillenburg und Kurtrier je 1/3 der Vier Zehnten

1557-1606: im alleinigen Besitz der Grafen von Sayn

1606-1650: Grafschaft Nassau-Hadamar

1650-1711: Fürstentum Nassau-Hadamar

1717-1743: Fürstentum Nassau-Siegen

1743-1806: Grafschaft Nassau-Diez als Teil des Fürstentums Nassau-Oranien

1806-1813: Großherzogtums Berg

1813-1815: Nassau-Oranien

Gemeindeentwicklung:

Zum 1.2.1971 als Ortsteil der neu gebildeten Gemeinde Elbtal eingegliedert.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • 772 schenkte die Edelfrau Rachilt ihre Besitzungen zu Heuchelheim dem Kloster Lorsch.
  • 1272 erwirbt das Kloster Marienstatt einen Hof von Jutta von Derse.
  • 1320 hatte das Kloster Eberbach Besitz in Heuchelheim.

Ortsadel:

1423 lässt sich eine Adelsfamilie von "Huchilheim" nachweisen.

Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • 1811: Kapelle.
  • Nach 1945: Instandsetzung und Anbau der Rückfront

Patrozinien:

  • Valentin

Pfarrzugehörigkeit:

1590 zur Pfarrei Niederzeuzheim gehörig.

Am 01.11.1896 wurde die Pfarrvikarie Dorchheim eingerichtet. Die Vikarie bestand aus Dorchheim, Waldmannshausen und Mühlbach, welche vorher dem Kirchspiel Frickhofen angehört hatten sowie Heuchelheim und Hangenmeilingen, welche vorher dem Kirchspiel Niederzeuzheim angehört hatten.

Am 01.10.1944 wurde die Pfarrei Dorchheim eingerichtet, welche die Orte Dorchheim, Elbgrund, Hangenmeilingen und Heuchelheim umfasste.

Bekenntniswechsel:

Einführung der Reformation in der Grafschaft Nassau-Dillenburg ab 1533

Reformierter Bekenntniswechsel: um 1575

Katholischer Bekenntniswechsel in Nassau-Hadamar: ab 1629

Kirchliche Mittelbehörden:

Seit 1200 Zum Trierer Archidiakonat St. Lubentius in Dietkirchen, Dekanat Dietkirchen gehörig

Seit 1743 zum Landkapitel Hadamar gehörig.

Seit 1827 dem Bistum Limburg zugehörig

Bis 1896 zum Kirchspiel Niederzeuzheim gehörig

Wirtschaft

Mühlen:

1806 gehören 6 Mühlen zu Heuchelheim.

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Heuchelheim, Landkreis Limburg-Weilburg“, in: Historisches Ortslexikon <http://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/8540> (Stand: 3.2.2017)
 
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