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Großherzogtum Hessen 1823-1850 – 7. Allendorf

Lumda

Stadtteil · 271 m über NN
Gemeinde Grünberg, Landkreis Gießen 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

5 km nördlich von Grünberg

Lage und Verkehrslage:

Geschlossenes Dorf mit regellosem Grundriß in Talmündungslage. Hauptbestandteil der Siedlung in Niederterrassenlage auf dem links Lumdaufer. Ein weiterer Siedlungskomplex erstreckt sich auf dem rechts Flußufer entlang der überörtl. Straße ('Neuer Weg') sowie hangaufwärts in ein Seitentälchen. Eine jüngere Wachstumsspitze zieht von der Ortsmitte in südwestlich Richtung zum ehem. Bahnhof.

Am Südwesten-Rand der Gemarkung Auffahrt zur Bundesautobahn. Straßenverbindung nach Atzenborn.

Bahnhof der Eisenbahnlinie Grünberg - Lollar ("Lumdatalbahn") von 1896 bis zur Stillegung der Strecke am 26. Mai 1963.

Historische Namensformen:

Bezeichnung der Siedlung:

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Älteste Gemarkungskarte:

1922

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3496020, 5611003
UTM: 32 U 495947 5609198
WGS84: 50.6346411° N, 8.942690983° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

531006080

Flächennutzungsstatistik:

  • 1854 (Morgen): 3078, davon 1049 Acker, 499 Wiesen, 1414 Wald (hier zusammen mit Klein-Lumda)
  • 1961 (Hektar): 757, davon 352 Wald

Einwohnerstatistik:

  • 1577: 22 Hausgesesse
  • 1630: 12 zweispänn., 6 einspänn. Ackerl.,7 Einläufige
  • 1669 (Groß-L-): 98; Klein-Lumda: 48 Seelen
  • 1742 (Groß-Lumda): 2 Geistl./Beamte, 57 Untert., 12 Junge Mannschaften, kein Beisasse/Jude; Klein-Lumda: 13 Untert., 4 Junge Mannschaften, kein Beisasse/Jude
  • 1804 (Groß-Lumda): 268; Klein-Lumda: 62
  • 1834: 370 Einwohner
  • 1885: 346 Einwohner
  • 1925: 446 Einwohner
  • 1939: 432 Einwohner
  • 1950: 638 Einwohner
  • 1961: 638 Einwohner
  • 1830: §. 1961: 515 evangelische, 120 römisch-katholische Einwohner

Diagramme:

Lumda: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 780/802: Londorfer Mark
  • 1370: Gericht Nieder-Ohmen (Würdtwein, Dioecesis Moguntina 3 Nr. 196, S. 293 ff.)
  • 1391 und später: Landgericht Grünberg
  • 1787: Landgrafschaft Hessen-Darmstadt, Regierungsbezirk Gießen, Amt Grünberg, Landgericht Grünberg
  • 1821: Landratsbezirk
  • 1832: Kreis Grünberg
  • 1848: Regierungsbezirk Gießen
  • 1852: Kreis Grünberg
  • 1874: Landkreis Gießen
  • 1977: Lahn-Dill-Kreis
  • 1979: Landkreis Gießen

Altkreis:

Gießen

Gericht:

  • 1821: Landgericht, seit 1879: Amtsgericht Grünberg

Gemeindeentwicklung:

Am 31.12.1970 Eingemeindung nach Grünberg

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

Kirche und Religion

Pfarrzugehörigkeit:

Bis zur Reformation bei Veitsberg-Saasen eingepfarrt, dann der neugebildeten Pfarrei Wirberg zugeschlagen

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Lumda, Landkreis Gießen“, in: Historisches Ortslexikon <http://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/531006080> (Stand: 14.4.2014)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde