Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen

Historisches Ortslexikon

Bad Salzschlirf

Gemeinde · 253 m über NN
Gemeinde Bad Salzschlirf, Landkreis Fulda 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf; Gemeinde; Gerichtsplatz; Sonstiges

Lagebezug:

15 km nordwestlich von Fulda

Lage und Verkehrslage:

Am Zusammenfluss der Altefeld und Lauter zur Schlitz.

Bahnhof der Eisenbahnlinie Gießen - Fulda ("Vogelsbergbahn") seit 1870.

Endbahnhof der Eisenbahnlinie Bad Salzschlirf – Niederaula/Niederjossa (Inbetriebnahme der Strecke 1.10.1898) bis zur Stilllegung der Strecke am 24.9.1989.

Ersterwähnung:

812

Weitere Namen:

  • Salzschlirf

Historische Namensformen:

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3536010, 5609902
UTM: 32 U 535921 5608098
WGS84: 50.62364847° N, 9.507824431° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

631001000

Flächennutzungsstatistik:

  • 1961 (ha): 1304, davon 715 Wald

Einwohnerstatistik:

  • 1812: 118 Feuerstellen mit 870 Seelen
  • 1895: 1042 Einwohner
  • 1939: 1798
  • 1961: 2547
  • 1970: 2525

Diagramme:

Bad Salzschlirf: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 812: Slierofero marcu
  • 1787: Fürstabtei Fulda, Gericht Lüder (Domkapitel zu Fulda)
  • 1803-1806: Fürstentum Nassau-Oranien-Fulda, Fürstentum Fulda, Amt Großenlüder
  • 1806-1810: Kaiserreich Frankreich, Fürstentum Fulda (Militärverwaltung)
  • 1810-1813: Großherzogtum Frankfurt, Departement Fulda, Distrikt Großenlüder
  • 1816: Kurfürstentum Hessen, Großherzogtum Fulda, Amt Großenlüder
  • 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Fulda, Landkreis Fulda
  • 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Fulda
  • 1851: Kurfürstentum Hessen, Landkreis Fulda
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Fulda
  • 1972: Landkreis Fulda

Altkreis:

Fulda

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • Im Rahmen eines Tauschgeschäfts gelangte der Eigenbesitz von Graf Konrad den Älteren in Salzschlirf um 900 an das Kloster Fulda.
Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • 885: Errichtung des Kirchspiels
  • 1220: Pfarrer

Patrozinien:

  • Maria und Vitus (885)
  • Vitus (1674)

Pfarrzugehörigkeit:

822 wurde der Ort Salzschlirf von dem Sprengel der Pfarrei Großenlüder umschlossen, 885 erhielt die neuerrichtete Pfarrei ihren Sprengel aus Neuland zugeschrieben. Er umfasste ursprünglich auch das Gebiet der späteren Pfarrei Herbstein, die Mitte des 14. Jahrhunderts abgepfarrt wurde.

1360 gehört Landenhausen zum Kirchspiel.

1812 Pfarrkirche

Patronat:

Um 1150 und 1328 hatte der Propst des Klosters Frauenberg bei Fulda den Patronat inne, 1328 erscheint sie diesem inkorporiert.

Bekenntniswechsel:

Der Ort blieb katholisch, erste evangelische Pfarrei 1902.

Kirchliche Mittelbehörden:

15. Jahrhundert: Archidiakonat St. Johann zu Mainz, Sendort (1360)

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Bad Salzschlirf, Landkreis Fulda“, in: Historisches Ortslexikon <http://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/5302> (Stand: 8.11.2017)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde