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Großherzogtum Hessen 1823-1850 – 23. Dieburg

Weitere Informationen

Zeilhard

Stadtteil · 185 m über NN
Gemeinde Reinheim, Landkreis Darmstadt-Dieburg 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

7 km südwestlich von Dieburg

Ersterwähnung:

1323

Historische Namensformen:

  • Zylhart (1323) [Kop. 1408 im StAD]
  • Zygelhard (1325)
  • Zygelhard (1345)
  • Czilehart (1347)
  • Zygelhart (1354)
  • Zigelhart (1380-1388)
  • Zilhart (1397)
  • Zilhart (1407)
  • Zylhart (1429)
  • Zylchart (1443)
  • Zielhart (1491)
  • Zeilhardt (1580)
  • Zeyler Gemarkung (1581)
  • Zillhard (1586)

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3485060, 5523152
UTM: 32 U 484991 5521382
WGS84: 49.84467812° N, 8.79124361° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

432019050

Flächennutzungsstatistik:

  • 1854 (Morgen): 1463, davon 952 Acker, 115 Wiesen, 363 Wald
  • 1961 (ha): 365, davon 53 Wald

Einwohnerstatistik:

  • 1633: 45 Einwohner
  • 1829: 281 Einwohner
  • 1939: 652 Einwohner
  • 1961: 833 Einwohner
  • 1970: 1051 Einwohner

Diagramme:

Zeilhard: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1429: Dieburger Mark
  • 1621: Amt Umstadt
  • 1787: Landgrafschaft Hessen-Darmstadt, Obere Grafschaft Katzenelnbogen und Kurfürstentum Pfalz gemeinschaftlich je zur Hälfte, Amt Habitzheim. Als Lehen an den Fürsten zu Löwenstein-Wertheim-Rochefort ausgetan
  • 1805: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Amt Habitzheim (inklusive des kurpfälzischen bzw. löwensteinischen Anteils)
  • 1820: Amt Reinheim
  • 1821: Landratsbezirk Reinheim
  • 1832: Kreis Dieburg
  • 1848: Regierungsbezirk Dieburg
  • 1852: Kreis Dieburg
  • 1977: Landkreis Darmstadt-Dieburg

Altkreis:

Dieburg

Gericht:

  • Centgericht: Umstadt
  • 1787: Landgrafschaft Hessen-Darmstadt, Obere Grafschaft Katzenelnbogen und Kurfürstentum Pfalz haben gemeinschaftlich die Centgerichtsbarkeit je zur Hälfte, die Niedergerichtsbarkeit übt der Fürst zu Löwenstein-Wertheim-Rochefort als Lehnsmann aus
  • 1821: Landgericht Lichtenberg
  • 1848: Landgericht Reinheim
  • 1879: Amtsgericht Reinheim
  • 1968: Amtsgericht Dieburg

Gemeindeentwicklung:

Am 31.12.1971 zur Stadt Reinheim

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • 1323 belehnt der Abt von Fulda Ulrich von Bickenbach u.a. mit dem Dorf Zeilhard. 1397 belehnt Pfalzgraf Rupprecht den Schenk Eberhard mit den Dörfern Zeilhard und Spachbrücken. 1528 verkauft Graf Valentin von Erbach u.a. die Dörfer Zeilhard und Spachbrücken für 6000 Gulden dem Grafen Friedrich von Löwenstein. 1586 hat Graf Wolfgang von Löwenstein das Dorf vom Pfalzgrafen zu Lehen. 1802 kommt der pfälzische Anteil mit Umstadt an Hessen, 1805 der löwensteinische.

Zehntverhältnisse:

1383 verkauft Hans Basey seinen großen und kleinen Zehnten zu Zeilhard mit Willen des Lehnsherrn Konrad von Bickenbach an Schenk Eberhard von Erbach. 1397 belehnt Pfalzgraf Ruprecht Schenk Eberhard von Erbach.

Kirche und Religion

Pfarrzugehörigkeit:

Mutterkirche Roßdorf

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Zeilhard, Landkreis Darmstadt-Dieburg“, in: Historisches Ortslexikon <http://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/13463> (Stand: 16.7.2014)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde