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Topografie des Nationalsozialismus in Hessen

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Gießen, KZ-Außenkommando, Gelände der Landesheilanstalt

Gießen, Gemeinde Gießen, Landkreis Gießen | Historisches Ortslexikon
In der NS-Zeit: Licher Straße 106
Klassifikation | Nutzungsgeschichte | Indizes | Nachweise | Abbildungen | Zitierweise
Klassifikation

Kategorie:

Verfolgung

Subkategorie:

Konzentrationslager 

Nutzungsgeschichte

Objektbeschreibung:

Das Lager, das auf dem Gelände der Landesheilanstalt untergebracht war, bestand aus Baracken.

Beschreibung:

Auf dem Gelände der Landesheilanstalt befand sich ein Barackenlager. Am 22. März 1944 traf ein Außenkommando aus dem KZ Buchenwald in Gießen ein, das in den Baracken untergebracht wurde. Bis zu 77 Männer bildeten dieses Kommando. Eingesetzt wurden sie von der Sanitäts- und Ausbildungsabteilung des SS-Lazaretts zum Bau von Bunkern bei den nahegelenden Kasernen.

Aufgrund des Vormarsches der US-Amerikaner wurden am 26. März 1945 35 Männer zurück nach Buchenwald gebracht. Einen Tag später traten die restlichen Gefangenen, die mehrheitlich aus Polen kamen, den selben Weg an.

Nutzungsanfang (früheste Erwähnung):

22.3.1944

Nutzungsende (späteste Erwähnung):

26.-27.3.1945

Weitere Nutzungen des Objekts:

Indizes

Orte:

Gießen

Sachbegriffe:

Konzentrationslager · Außenkommando · Verfolgung · Wirtschaft

Nachweise

Literatur:

Gedruckte Quellen:

Antwort der Landesregierung auf die Große Anfrage der Fraktion Bündnis 90 - Die Grünen betreffend Verfolgung und Vernichtung durch das NS-Regime in Hessen, Anlage 1, S. 10

Zitierweise
„Gießen, KZ-Außenkommando, Gelände der Landesheilanstalt“, in: Topographie des Nationalsozialismus in Hessen <http://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/nstopo/id/2314> (Stand: 14.2.2011)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde