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Grabdenkmäler

Übersichtskarte Hessen

Friedrich von Schönburg 1334, Eberbach

Eberbach · Gem. Eltville am Rhein · Rheingau-Taunus-Kreis | Historisches Ortslexikon
Standort | Merkmale | Beschreibung | Inschrift | Nachweise | Zitierweise
Standort

Standort:

Eberbach

Angaben zum Standort:

Ehemals vor dem Allerheiligenalta.

Heutiger Aufbewahrungsort:

Kloster Eberbach, Klosterkirche

Merkmale

Datierung:

1334 (Dezember)

Typ:

Grabplatte

Material:

roter Sandstein

Erhaltung:

teilweise erhalten

Größe:

110 x 215 cm (B x H)

Größe der Buchstaben:

6-6,5 cm

Beschreibung

Beschreibung:

Fragment.

Grabplatte mit leicht erhabenem Wappenschild in der oberen Plattenhälfte und auf dem Rand zwischen Linien umlaufender Inschrift. Rechtes unteres Plattendrittel fehlt, ebenso Verlust der rechten, oberen Ecke. Oberfläche stark abgetreten und durch Steinzerstörung weitgehender Verlust der Inschrift.

Dargestellte Personen:

Friedrich von Schönburg auf Wesel (Stamm II).

Die weitverzweigte Familie der Schönburg auf Wesel nannte sich nach der ursprünglichen Reichsburg Schönburg oberhalb Oberwesels. Der Verstorbene gehörte nach Möller zu Stamm II der Schönburg auf Wesel, die sechs rote Schildchen in Silber als Wappen und Siegel führten.2) Auf der Grabplatte sind die drei unteren Schildchen des Wappens noch auszumachen. Friedrichs Vater war der 1283-91 als Burggraf zu Lahneck belegte Friedrich d.Ä., dessen Ehefrau vielleicht eine Schwester Theoderichs von Randeck war. 1315 ist Friedrich d.J. gleichfalls als Lahnecker Burggraf nachzuweisen. Sein Bruder war Werner gen. von Randeck, der nach seinem gewaltsamen Tod 1341 ebenfalls in Eberbach beigesetzt wurde. Mit seiner Ehefrau Agnes von Steinkallenfels hatte Friedrich sechs Kinder.

2) Möller, Stammtafeln AF I Taf. XXXIV Stamm II.

Geschlecht, Alter, Familienstand:

männliche Person(en)

Stand:

Adlige

Enthaltene Wappen:

Schönburg auf Wesel (Stamm II, in Silber sechs rote Schildchen).

Inschrift

Umschrift:

[+ ANNO DOMINI M · CCC /] XXX · IIII · O(BIIT) · D(OMI)N(U)S · FRIDERIC(US) MILES DE [SCHONENBORG DIE... DECEMBRIS CUIUS ANIMA REQUIESCAT IN PACE]

Kommentar:

Ergänzt nach Helwich.

Die Anordnung des Sterbedatums nach dem Familiennamen des Verstorbenen tritt hier zum ersten Male im Bearbeitungsgebiet auf.

Schrift:

Gotische Majuskel

Nachweise

Literatur:

  • Helwich, Syntagma 168
  • Anonymus ed. Roth, Geschichtsquellen III 84
  • Bär, Epitaphiensammlung fol. Iv
  • Würdtwein, Epitaphienbuch 235
  • Roth, Geschichtsquellen III 263
  • Beitr. Gesch. Erzstift 29.

Sachbegriffe:

Wappen · Männer · Adlige

Wappen:

Schönburg auf Wesel · Wesel, Schönburg auf

Bearbeitung:

Die Inschriften des Rheingau-Taunus-Kreises. Gesammelt und bearbeitet von Yvonne Monsees (Die Deutschen Inschriften 43), 1997, S. 54 f., Nr. 48.

Zitierweise
„Friedrich von Schönburg 1334, Eberbach“, in: Grabdenkmäler <http://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/gdm/id/1793> (Stand: 24.3.2006)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde