Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen

Historisches Ortslexikon

Georgenhausen

Stadtteil · 183 m über NN
Gemeinde Reinheim, Landkreis Darmstadt-Dieburg 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

7 km südwestlich von Dieburg

Ersterwähnung:

1318

Siedlungsentwicklung:

Am 1.1.1977 zur Stadt Reinheim

Historische Namensformen:

  • Gorienhusen (1318)
  • Jorgenhusen (1407)
  • Jorgenhusen (1429)
  • Jergenhusen (1443)
  • Gorgenhusen (1454)
  • Georgen Hausen (1580)
  • Jörgershausen (1710)
  • Georgenhausen (1730)

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3485931, 5523267
UTM: 32 U 485862 5521497
WGS84: 49.84573317° N, 8.803348965° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

432019010

Flächennutzungsstatistik:

  • 1854 (Morgen): 848, davon 440 Acker, 58 Wiesen, 319 Wald
  • 1961 (ha): 219, davon 31 Wald

Einwohnerstatistik:

  • 1829: 296 Einwohner
  • 1939: 397 Einwohner
  • 1961: 755 Einwohner
  • 1970: 1014 Einwohner

Diagramme:

Georgenhausen: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1429: zur Dieburger Mark gehörig
  • 1787: Freiherren von Haxthausen
  • 1806: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Herrschaft von Haxthausen
  • 1820: Patrimonialgericht Georgenhausen (v. Haxthausen)
  • 1821: Landratsbezirk Reinheim
  • 1832: Kreis Dieburg
  • 1848: Regierungsbezirk Dieburg
  • 1852: Kreis Dieburg
  • 1977: Kreis Darmstadt-Dieburg

Altkreis:

Dieburg

Gericht:

  • 1630 gehört Georgenhausen zur Cent Ober-Ramstadt
  • 1821: Landgericht Lichtenberg
  • 1848: Landgericht Reinheim
  • 1879: Amtsgericht Reinheim
  • 1968: Amtsgericht Dieburg

Herrschaft:

Georgenhausen gehörte zur unmittelbaren Reichsritterschaft, zum Kanton Odenwald

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • 1398 blehnt Pfalzgraf Ruprecht den Schenk Eberhard von Erbach mit Georgenhausen nach Fuldischem Recht. Ebenso 1503. 1580 ist Georgenhausen pfälzisches Lehen des Grafen Wolfgang von Löwenstein.
  • 1649 verkauft von Walbrunn das Dorf an Freiherr Hans Joachim Kamptz auf Godau, von dem es an die Freiherren von Haxthausen vererbt wird. 1806 kokmmt das Dorf an Hessen.
  • Die herrschaftliche Hofanlage befand sich zunächst im Besitz der Herren von Rodenstein und ging an die von Walbrunn über.

Zehntverhältnisse:

1318 fällt der Zehnte bei der Mutscharung der Grafen Bertold und Eberhard von Katzenelnbogen dem letzteren zu. 1580 hat Graf Wolfgang von Löwenstein einen Teil des Zehnten zu Eigen.

Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • Um 1550 Kirche errichtet
  • 1790-1794 Neubau an gleicher Stelle

Pfarrzugehörigkeit:

Mutterkirche ist Dieburg

Patronat:

Im 15. Jahrhundert sind die von Rodenstein Patronatsherren.

Bekenntniswechsel:

Nach Einführung der Reformation um 1550 von auswärts versehen, u. a. von Ernsthofen.

Erster eigener evangelischer Pfarrer: Johann Georg Stemmler 1735-1744

Kirchliche Mittelbehörden:

Archidiakonat St. Peter und Alexander in Aschaffenburg, Landkapitel Montat.

Juden:

1828: Errichtung einer Synagoge

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Georgenhausen, Landkreis Darmstadt-Dieburg“, in: Historisches Ortslexikon <http://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/13420> (Stand: 19.5.2017)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde