Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen

Jüdische Grabstätten

Spier, Sara geborene Stern (1911) – Neustadt (bei Marburg)

Grab Nr. 98, Neustadt (bei Marburg), Jüdischer Friedhof, Gemarkung Neustadt (Hessen), Stadt | Historisches Ortslexikon
Äußere Merkmale | Inschrift | Verstorbene(r) | Indizes | Nachweise | Zitierweise
Äußere Merkmale

Material:

Sandstein

Größe:

71 x 120 x 13 cm (B x H x T)

Platzierung:

stehend

Zustand:

verwittert

Inschrift

Hebräische Inschrift:

Text Vorderseite

Hebräische Transkription der Inschrift

Zoom Symbol

(Übersetzung der hebräischen Inschrift:)

Hier ruht

eine angesehene und geachtete Frau,

von Allen wurde sie geliebt. Frau

Sara, Tochter des Naftali. Sie starb

am 25. Elul, und wurde begraben am 26.

desselben [5] 671 n.d.k.Z.

Ihre Seele sei eingebunden im Bunde des Lebens,

Amen, Sela.

Rückseite

(Deutsche Inschrift:)

Hier ruht

Sarchen Spier geb. Stern

geb. den 9. April 1829

gest. den 18. Sept. 1911.

Sprache der Vorderseite:

hebräisch

Sprache der Rückseite:

deutsch

Verstorbene(r)

Personendetails:

  1. Spier, Sara geborene Stern

    Geburtstag

    9. April 1829

    Sterbetag

    18. September 1911

    Geschlecht

    weiblich

    Herkunftsort

    Reichensachsen

    Wohnort

    Momberg

Anmerkungen:

Sara (Sarchen) Spier geborene Stern (Sara, Tochter des Naftali), geboren am 09.04.1829, gestorben am 18.09.1911.

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Die Verstorbene stammte aus Reichensachsen und war eine Tochter des Herz Stern und der Veilchen geb. Heilbrunn daselbst; um 1853/55 heiratete sie Joseph Spier [Grabnummer 92] zu Momberg. Der nachträglich gemachte Eintrag im Trauungsregister Neustadt (HHStAW, Abt. 365, Nr. 629) enthält kein Datum, doch lässt sich aus den Altersangaben der Eheleute (der 1824 geborene Joseph Spier 29 Jahre, seine Ehefrau 26 Jahre) schließen, dass die Trauung um 1853/55 erfolgt sein müsste.

Zur Familie vgl. auch Schneider, Alfred: Die jüdischen Familien im ehemaligen Kreise Kirchhain, Amöneburg 2006, S. 146 mit weiteren Angaben. Zu korrigieren ist, dass die Trauung nicht am 03.12.1861, wie Schneider angibt, stattfand, sondern, wie oben dargestellt, um 1853/55.

Die Grabsteine der Eltern Saras haben sich auf dem jüdischen Friedhof in Reichensachsen erhalten [siehe Friedhof Reichensachsen, Grabnummern 64 und 99].

Indizes

Personen:

Stern, Sara verheiratete Spier · Spier, Joseph · Stern, Veilchen geborene Heilbrunn · Heilbrunn, Veilchen verheiratete Stern · Stern, Herz · Sara, Tochter des Naftali

Orte:

Momberg · Reichensachsen

Nachweise

Bearbeitung:

C. Wiesner 2002, ergänzt von Andreas Schmidt (HLGL) 2009

Bildnachweise:

Farbaufnahme Andreas Schmidt 2009, Schwarz-Weiß-Aufnahmen aus dem Jahr 1990.

Fotos:

Zitierweise
„Spier, Sara geborene Stern (1911) – Neustadt (bei Marburg)“, in: Jüdische Grabstätten <http://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/juf/id/5402> (Stand: 5.6.2012)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde